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Öffentliche Billardtische

Februar 4th, 2010 · No Comments

Wer kennt Sie nicht, die vergilbten, giftgrünen kleinen Filzrasen in alten rauchigen Kneipen und düsteren Kellern. Übersät von Zigarettenbrandflecken und kleinen Lachen, die vor Jahren aus einer umgestürzten Bierflasche ronnen - einen recht schäbigen Eindruck machen die meisten öffentlichen Billardtische von http://www.billard.de schon. Da frage ich mich manchmal, ob ich meine Hand wirklich auf den fleckenübersäten, abgenutzten Stoff stützen sollte. Wer weiß, was sich da schon alles drauf rumtummelt. Aus hygienischer Sicht ist die Daseinsberechtigung wohl durchaus fraglich. Doch Spaß macht das gesellige Einlochen ja allemal, also beißt man die zart besaiteten, bakteriophoben Frauenzähne zusammen und versucht, den ehrgeizigen Männern den Sieg streitig zu machen. Von blödem nikotinangereicherten Filz lasse ich mir den Abend nicht verderben!

Aber ins Grübeln bringt mich der verwahrloste Anblick der Billardtische schon. Nach dem Entrümpeln unseres ehemaligen Partykellers wäre ja eventuell Platz für unseren eigenen, persönlichen und sorgsam umpflegten Billardtisch. So schwinge ich mich an den Laptop und recherchiere. Die robusten, großen Tische sind doch leider ziemlich teuer, mit 400 Euro ist mindestens zu rechnen und dann braucht man ja auch noch das ganze Zubehör. Und wieso gibt es die Tische eigentlich ausschließlich in diesem furchtbaren Giftgrün oder deprimierendem Dunkelblau?

Nein, letztendlich entscheide ich mich doch gegen diese Investition. Allerdings frage ich mich, warum die Kneipe nebenan sich trotz der hohen Nutzgebühren kein schickeres Exemplar leistet. Vielleicht würde der strahlende Glanz eines neuen Billardtisches die urige Atmosphäre zu stark irritieren und niemand würde sich mehr an das neue Objekt herantrauen, aus Angst es zu verunglimpfen. Oder vielleicht gehören die Flecken und die mitgenommene Persönlichkeit auch einfach zu dem ganzen düsteren Feeling, denn Billard ist nun mal ein Spiel mit Charakter, ein aalglatter und seelenloser neuer Tisch hat da wohl nichts zu suchen.”